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Manchmal Albtraum, manchmal Traum

Siavash Osmani ist Maler. Seine großen Ölbilder behandeln seine Gefühlswelt, das Leben in der Fremde und werfen Licht auf Verbrechen und Missstände. Während einige Werke für sich stehen, ergänzt der Künstler manche Bilder um fragmentarische Texte, die noch tiefer blicken lassen.

Siavash Osmani
"Was ist meine Sünde?" (2020)
Öl auf Leinwand, 100 × 100 cm
Unikat


Eine traurige Geschichte von afghanischen Frauen.

Nachdem die Taliban die Regierung in Afghanistan übernommen haben, gab es keine Rechte mehr für die Frauen. Sie wurden als Instrument, Sklave oder Sexobjekt betrachtet.

Ihre Freiheit ist auf eine Burka beschränkt, ihre Gefühle, ihre Wünsche und ihre Träume sollen sie immer unterdrücken. Nach den fanatischen islamischen Gesetzen haben sie kein Mitspracherecht.

Sich verprügeln lassen und den Schmerz aushalten, im Namen der Gerechtigkeit gesteinigt werden, von sogenannten Heiligen Männern vergewaltigt und gedemütigt werden und ihre eigenen Kinder sehen, wie sie tot oder lebendig begraben werden, wenn sie angeblich aus einer unehrlichen Ehe geboren sind. Was kann man in den Augen von diesen Frauen sehen, außer dem Wunsch, zu sterben und endlich all das nicht mehr erleben zu müssen.

Das Bild zeigt eine aufgehängte Frau, die eine blaue Burka trägt, die viele Frauen in Afghanistan zwangsweise tragen müssen. Sie ist mit Stacheldrähten in einem Loch aufgehängt worden.

Sie hängt in einem Loch, aus dessen Öffnung Licht strahlt, was dieses Opfer heilig erscheinen lässt.

Es bleibt nur noch die nie beantwortete Frage von ihr: „Was ist meine Sünde?“

گناه من چیست؟

قصه تلخ زنان افغان.

بعد از اینکه طالبان حکومت را بدست آوردند، در آن زمان حقوق زیادی برای زنان وجود نداشت، بنأ آنها مانند یک برده، شی و یا جنس در نظر گرفته می شدند.

آزادی آنها تنها با پوشیدن برقع خلاصه بود و احساس و خواسته های شان همیشه همانند یک رویا بود زیرا آنها در قوانین متعصب اسلامی دهن گشوده نمی توانست.

ضرب و شتم و رنج درد را به نام عدالت بالای زنان روا می داشتند و مورد تجاوز مردان مقدس قرار گرفته و بعد فرزندان شان را زنده و یا مرده که گفته می شود از سوی ازدواج نادرست متولد شده به خاک سپرده کی شدند.
چه چیزی را می‌توان در چشمان این زنان مشاهده کرد؟ بجز تمایل به مرگ و در نهایت مجبور به تجربه این همه؟

تصویر نشان می دهد که یک زن آویزان که برقه آبی رنگ به سر دارد.
نشانگر این است که بسیاری از زنان در افغانستان مجبور به استفاده تحمیلی آن هستند.
و در یک سوراخ با سیم خاردار حلق آویز است.

از این سوراخ نور وارد می شود که باعث این قربانیان را تحت قوانین مقدس جلوه دهند.

و باقی همه چیزهای که از او باقی مانده پرسش های بی پاسخ او است:
گناه من چیست؟

Siavash Osmani
"Fremdes Leben" (2019)
Öl auf Leinwand, 100 × 70 cm
Unikat

Siavash Osmani
"Grenzenlos" (2018)
Öl auf Leinwand, 120 × 80 cm
Unikat

Siavash Osmani
"Maske" (2017)
Acryl & Öl, 100 × 100 cm
Unikat


Die Augen sind der Spiegel der Seele. Das Gesicht lediglich eine Maske. Der Körper ist nur eine Hülle. So kann ein Lächeln täuschen. Eine Bewegung in die Irre führen. Die Augen dagegen, die lügen nie. Sie sind rein. Sie zeigen die helle oder dunkle Seite der Seele. Manchmal finster wie die Nacht, manchmal leuchtend wie die Sonne. Manchmal Albtraum, manchmal Traum.

"Ohne Titel" (2020)
Öl auf Leinwand, 100 × 70 cm
Unikat


Siavash Osmani lebt seit fünf Jahren in Hannover. Der gebürtige Afghane wuchs im Iran auf und kam als Geflüchteter nach Deutschland. Mit der Malerei entdeckte er ein Ausdrucksmittel für seine Gedanken- und Gefühlswelten. Osmanis Werke wurden bereits mehrfach in Hannover ausgestellt, beispielsweise in der Marktkirche oder im Pavillon.


Bilder und Text: Siavash Osmani | Fotos der Bilder: Nader Ismai

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