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Life Cycles

[english below]

Heimat in Lebenszyklen

von Caroline Momma

In der deutschen Sprache bezeichnet das Wort Heimat einen realen Ort. Es ist aber nicht der Ort an sich, sondern das Gefühl der Verbundenheit, welches den Begriff positiv belegt.

Wir fühlen uns verbunden: Mit der Natur, dem Wasser, einem Weg, den wir täglich gehen, einer Tätigkeit und mit besonderen Menschen.

Wenn wir absolute Verbundenheit mit der Welt erleben, fühlen wir uns Zuhause - unabhängig von Zeit, Raum, Alter, Religion und Herkunft - und wir können Wurzeln schlagen, tiefe Verbindungen miteinander eingehen und vielleicht wachsen uns sogar Flügel.

Foto: Eduardo Villanueva (cosmico)

Im Laufe des Lebens sind wir aber auch immer wieder mit dem Verlust der Harmonie und Ganzheit konfrontiert. Ein Mal müssen wir gehen und ein anderes Mal ist es eine bewusste freie Entscheidung, Orte, Menschen zu verlassen, um das Fremde zu erkunden.

Dann reisen wir mutig weiter in eine ungewisse Zukunft und zu unbekannten Orten - währenddessen lässt uns die Zeit wachsen und altern - wir suchen, finden und kommen an und die Erinnerungen, die uns begleiten werden Teil der Geschichte und Persönlichkeit.

Foto: Eduardo Villanueva (cosmico)

Ein Prozess, der sich unermüdlich wiederholt, den Lebenszyklus als Konstante begleitet und uns lebendig sein lässt.

 

 

Life Cycles

by Caroline Momma

What is called "Heimat" is usually a real place. But: it is the feeling of connection that counts most.

In the German language Heimat is used like the term homeland. It is connected to a special, real existing place. But the most important component is not this real place, land or country - it is the feeling of connection that counts most.

We feel connected with: The nature, the water, a special route we are taking daily, a task or an activity and with for us unique persons.

When we are experiencing this connection we feel home - independent of time, space religion, age or origin. Maybe we could strike roots, connecting deeply with each other and maybe wings are growing.

Foto: Eduardo Villanueva (cosmico)

While our lives we are confronted with the loss of harmony and entity. One time we are forced to leave and sometimes we take this decision freely to go away from places and people to explore the unknown.

Then we are traveling brave in an unknown future to new places - while the time lets us growing and aging - we are searching, finding, arriving and the memories become parts of our personalities.

An eternal process - that companies our life cycles and let us feel alive.

Foto: Eduardo Villanueva (cosmico)

 


Autorin: Caroline Momma | Fotos: Eduardo Villanueva (cosmico)

Schick uns Dein Bild von Heimat! Das Cameo Kollektiv braucht Deine Hilfe: Schicke ihnen Dein Bild von Heimat. Im Zuge des Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus in Hannover, 20.06. bis 24.06.2018, gestaltet das Cameo Kollektiv einen Container auf dem Gelände unter dem Schlagwort "Heimatministerium". Teil dieses Ministeriums wird ein "Heimatmuseum" sein. Hierfür ist das Kollektiv auf der Suche nach Fotos von jung und alt, die im Auge der Fotograf*innen "Heimat" zeigen. Diese Fotos sollen dann mit Namen, Alter, Wohnort und Ort des Fotos an heimat@cameo-kollektiv.de geschickt werden. Mehr Infos zum Open Call auf Facebook oder per Nachricht an heimat@cameo-kollektiv.de.

Großartiges entsteht, wenn Menschen mit verschiedenen Pers­pektiven zusammenarbeiten. Ein Upgrade durch Migration – Upgration. Im Moment möchten wir unterschiedliche Perspektiven auf das Thema WAHLHEIMAT kennenlernen. Mach mit! Und wenn du möchtest engagiere dich mit anderen für eine offene Gesellschaft, in der Du kreativ wirst!

Das ist die Betaversion von Upgration. Wir freuen uns auf Euer Feedback.